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Dinner Sozial

Gemeinsam Kochen und Essen

Sich kennenlernen bei Maultaschen und Tiramisu – das war das Programm von „Dinner sozial“. Dabei kochten und aßen Mitglieder des Lions Club Stuttgart und Beschäftigte aus Maßnahmen der Neuen Arbeit zusammen. Auch eine Verkäuferin und ein Verkäufer der Straßenzeitung Trott-war nahmen teil. Während des Abends erfuhren die Menschen so etwas über die Lebensgeschichte und Lebenswirklichkeiten der anderen. So wissen viele nicht, wie wenig Geld im ALG II-Satz für Lebensmittel vorgesehen ist. „Hartz IV-Empfänger bekommen 4,52 Euro am Tag für Essen. Aber ich koche gerne und lade manchmal Freunde ein. Dann verzichte ich lieber auf etwas anderes. Mir ist wichtig etwas mit anderen zusammen zu machen“, so Peter Raiber von der Denkfabrik, die die Veranstaltung organisierte.
Die Idee zusammenzukommen lag auch dem „Dinner sozial“ zugrunde. Beim gemeinsamen Kochen, Aufbauen und Aufräumen im Kulturwerk kamen die knapp 40 Besucher/-innen, die sonst wenig miteinander zu tun haben, miteinander ins Gespräch, die langzeitarbeitslosen Menschen konnten von ihrer oft schwierigen Lage erzählen.

In den Tischreden wurde auf die soziale Spaltung in der Gesellschaft eingegangen, außerdem auf die schwierige Lage der Projekte, die Langzeitarbeitslose und Benachteiligte unterstützen. Es wurde deutlich, dass es viel Aufmerksamkeit und Zeit braucht, um den Menschen dauerhaft zu helfen - Zeit die Sozialunternehmen und Betroffene immer weniger haben. Die meisten Maßnahmen sind inzwischen auf ein halbes Jahr oder ein Jahr befristet. Trotzdem: Fast alle Langzeitarbeitslosen wollen arbeiten, auch für wenig Lohn. Viele engagieren sich lieber unentgeltlich im Ehrenamt anstatt gar keine Beschäftigung zu haben.

Die Bilanz des Abends viel positiv aus: Die Besucher waren angetan von den intensiven Gesprächen und dem leckeren Essen. Die meisten würden einen solchen Abend gerne wiederholen.